Erste Barendorfer Schule in der Dorfstraße



Die erste Schule in Barendorf nahm ihre Arbeit am 12. November 1896 in der heutigen Dorfstraße auf. Bis dahin besuchten alle Barendorfer Kinder sowie die Kinder aus den Nachbargemeinden die Schule in Reinstorf, in der zeitweise bis zu 180 Schüler von nur einem Lehrer unterrichtet wurden.
Die Barendorfer Volksschule bestand aus nur einer Klasse. Bis 1955 unterrichteten dort nacheinander verschiedene Lehrer, am längsten Paul Mastmeyer von 1911 bis 1955.


Barendorfer Volksschule im Heidweg

1956 wurde dann im Heidweg eine neue zweiklassige Volksschule erbaut. Als 1962 in Niedersachsen das 9. Schuljahr eingeführt wurde, musste ein vorhandener Gruppenraum in einen dritten Klassenraum für die Neuntklässler aus Barendorf und den Nachbargemeinden umfunktioniert werden.

Nur sieben Jahre später, am 8.10.1963, vereinbarten die 11 Gemeinden Barendorf, Bavendorf,
Gifkendorf, Holzen, Horndorf, Radenbeck, Reinstorf, Rohstorf, Vastorf, Volkstorf und Wendhausen
eine neue Mittelpunktschule zu bauen. Die neue Landschule sollte helfen, das Bildungsgefälle der
ländlichen Region um Barendorf gegenüber der Stadt Lüneburg zu verringern.

Damit war auch das Ende der ein- oder zweiklassigen Dorfschulen in der Umgebung Barendorfs beschlossen.

Modell der neuen Mittelpunktschule


Die neue Schulanlage sollte 14 Klassen, eine Halle für Festlichkeiten, Lehrküche, Werkraum sowie
naturwissenschaftliche Fachräume und nicht zuletzt eine Turnhalle und einen Sportplatz umfassen.

Grundsteinlegung durch Bürgermeister Bockelmann

Beginn der Bauarbeiten


Etwa zwei Jahre später wurde dann der Unterricht am 21.4.1965 in der
Mittelpunktschule Barendorf aufgenommen. 14 Klassen, vom 1. bis zum 9. Schuljahr,
beherbergte die neue Schule. Insgesamt 13 Lehrerinnen und Lehrer unter der Leitung von
Rektor Gerd Herm und Konrektor Walter Thom arbeiteten dort.

Schule im Grünen



So sah es in der neuen Schule aus:

Lehrküche, Werkraum und Klassenraum



Pünktlich zum Unterrichtsbeginn um 8.15 Uhr wurden die Schüler aus den umliegenden
11 Gemeinden mit Bussen zur Schule gebracht.



Am 15.9.1965 fand die offizielle Einweihungsfeier mit vielen Ehrengästen,
u.a. dem damaligen Kultusminister Langeheine, statt.

Einweihungsfeier der MPS Barendorf

Schon bald besuchten mehr als 400 Kinder die Schule. Zeitweise kamen sogar noch die Schüler aus Wendisch Evern dazu.

Zu Beginn der siebziger Jahre wurde im Lüneburger Stadtteil Kaltenmoor eine Orientierungsstufe für die Klassen 5 und 6 eingerichtet.
Die MPS Barendorf dagegen sollte langfristig zu einer reinen Grundschule werden.
Ab 1973 gab es keine 5. Klasse mehr in Barendorf. Damit sank die Schülerzahl auf etwa 350.

Zum Ende des Schuljahres 1973/74 wurde Schulleiter Gerd Herm, der die MPS Barendorf seit ihrer Gründung geleitet hatte, in den Ruhestand verabschiedet. Zu Beginn des kommenden Schuljahres trat dann der neue Schulleiter Herr Bierstedt, seinen Dienst an.

Die Zahl der Oberstufenklassen verringerte sich nun schrittweise.
Am 23.6.76 ging nun auch der Konrektor der ersten Stunde, Herr Thom, in den Ruhestand.
Seine Nachfolge trat Frau Kühne am 1. November 1976 an.

Am 9. Juni 1977 wurde die letzte Hauptschulklasse der Mittelpunktschule Barendorf entlassen und die Schule
wurde zur „Grundschule Barendorf“.

Nachdem Schulleiter Bierstedt 1982 als Schulamtsdirektor nach Stade abgeordnet worden war, wurde am 22.7.1984 Frau Kühne, die die Schule bisher kommissarisch geleitet hatte, nun auch offiziell die Schulleitung als „Hauptlehrerin“ übertragen.


Im Juli 1985 feierte die Mittelpunktschule Barendorf mit einem Schulfest ihr 20jähriges Bestehen.



Im Frühjahr 1987 wurde begonnen, den Schulhof umzugestalten. In einer Pflanzaktion unter Beteiligung
vieler Eltern wurde der kahle Schulhof mit Bäumen und Sträuchern verschönert.

Es folgten im Laufe des Jahres ein Fahrradparcours, Sitz- und Balancierbänke sowie ein Fußballplatz mit Toren.



1988 wurde die Verschönerung des Pausenhofes fortgesetzt.
Mit Hilfe vieler Eltern und Lehrer wurde eine neue Kletteranlage für die Kinder aufgebaut





Am 7.Juli 1990 feierte die Schule mit einem großen Schulfest ihr 25jähriges Bestehen.

Schulleiterin Kühne erhielt Glückwünsche von allen Seiten.
Darbietungen von Schülern, aber auch vom Kollegium, begleiteten die Feierlichkeiten.




Auch im Schuljahr 1991/92 wurde weiter an der Gestaltung des Schulhofes gearbeitet:
Ein Palisadenzaum sowie Bänke und Tische ermöglichten eine Ruhezone, die nicht
nur während der Pause, sondern auch im Unterricht genutzt wurde.

Das Sport- und Spielfest am 15. Mai 1993 ist nur eines von vielen Schulfesten, die regelmäßig
in der Schule stattfanden.


Im Rahmen der Weihnachtsfeier 1993 wurde der erstmals von der Samtgemeinde Ostheide
gestiftete Umweltpreis in Höhe von 300,- DM an die Klasse 3a mit ihrer Lehrerin Frau Kock verliehen.


Am 20. Mai 1995 feierte die Grundschule Barendorf mit einem großen Schulfest ihr 30jähriges Bestehen.


Seit 1995 besteht eine Partnerschaft zwischen der Samtgemeinde Ostheide und der weißrussischen Stadt Choiniki, die 40 km von Tschernobyl, liegt. Alljährlich kommt deshalb eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen aus Choiniki in den Sommerferien nach Barendorf um sich zu erholen und neue Eindrücke zu sammeln. Die Schule dient ihnen als Unterkunft.


Am 31. Januar 1997 wurde Frau Kühne, die langjährige Schulleiterin der MPS Barendorf, in den Ruhestand verabschiedet.

Die kommissarische Schulleitung übernahm Frau Jonen, bis fast ein Jahr später der neue Schulleiter, Herr Lietz, am 8. Januar 1998 in sein neues Amt eingeführt wurde.

Im Mai 1998 wurde der Förderverein der Grundschule Barendorf gegründet.
Schon bald zählte der Verein 60 Mitglieder und vermittelte der Schule einen gespendeten Kopierer, der dringend benötigt wurde.
Auch das Angebot von Arbeitsgemeinschaften durch Eltern, Hilfe bei der Organisation von Schulfesten und eine weitere Begrünung des Schulhofes wurde vom Förderverein geplant.

Schulleiter Lietz mit Frau Moritz vom Förderverein bei der Übergabe des Kopierers durch den Firmenchef Herrn Harms



Im April 1999 schließlich war der notwendig gewordene Ausbau von Schule und Samtgemeinde, die bis dahin in einem Gebäude untergebracht waren, bereits in vollem Gang: Ein Stockwerk sollte auf das gemeinsame Gebäude aufgesetzt werden, um zusätzliche Klassen- und Verwaltungsräume zu schaffen.

Da gab es am 26. April den schwärzesten Tag in der Geschichte der Mittelpunktschule Barendorfs:
Ein großes Feuer zerstörte einen Klassenraum, den Werkraum und die Küche sowie mehrere Verwaltungsräume der Samtgemeinde. Der Schaden betrug ca. 1,5 Millionen DM. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, da das Feuer in den Nachmittagsstunden ausbrach.

Brand am 26.4.1999



Es folgte eine schwierige Übergangszeit, in der alle zusammenrücken mussten und wegen
der zerstörten Räume auch auf Container ausgewichen werden musste.



Doch schon ein Jahr später, am 31. Mai 2000, fand das Richtfest
für den Erweiterungsbau der Grundschule sowie das neue Rathaus statt.



Zu Beginn des Schuljahres 2000/2001 wurde die Grundschule Barendorf eine
„ Verlässliche Grundschule“: Alle Kinder können täglich von 8 bis 13 Uhr betreut werden. Während die Dritt- und Viertklässler bis 13 Uhr Unterricht haben, gibt es für die Kleinen in der letzten Stunde ein freiwilliges Betreuungsangebot durch pädagogische Mitarbeiterinnen.

Feierliche Schlüsselübergabe von Samtgemeindebürgermeister Sohl an Rektor Lietz



Im Dezember 2000 war es dann endlich soweit: Die offizielle Einweihungsfeier für den Neubau der Grundschule mit Schulküche, Werkraum, Musikraum, 3 Klassenräumen, Lehrerzimmer und Verwaltungsräumen konnte stattfinden.

Blick auf den alten Haupteingang und den Neubau im folgenden Sommer

Im Herbst 2002 wurde im Rahmen eines Herbstfestes der neue Schulgarten eingeweiht, der im Bereich des alten Haupteinganges mit Hilfe von Förderverein, Eltern und Kollegen in intensiver Arbeit gestaltet worden war. Besondere Beachtung fand bei den Schülern der neu angelegte Sinnespfad.

Seit Beginn des Schuljahres 2003/ 2004 nimmt die Grundschule Barendorf am „Regionalen Integrationskonzept“ teil, welches vorsieht, dass Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aus dem Einzugsgebiet der Grundschule Barendorf nicht wie früher an der Johannes- Rabeler- Schule in Lüneburg, sondern direkt an der Grundschule Barendorf integrativ unterrichtet werden.
Dazu erhält die Schule Unterstützung von Förderschullehrerinnen, die mehrmals in der Woche nach Barendorf kommen.



Im Jahr 2003 ging der Umweltpreis der Samtgemeinde Ostheide wiederum an die Grundschule Barendorf, diesmal für den neuen Schulgarten.
Sinnespfad, Weidenzelt, Gartenhaus, Insektenhotel und ein Beet für jede Klasse verschaffen den Kindern nun einen intensiveren und verantwortungsvollen Zugang zur Natur

Blick auf den Schulgarten mit Klassenbeeten



Eine Projektwoche der besonderen Art verbrachten die Kinder der Grundschule Barendorf im November 2004: Zirkus Rasch hatte sein Zelt eine Woche lang auf dem Grundschulgelände aufgebaut. Vom Aufbau des Zeltes über tägliches intensives Proben als Dompteure, Artisten, Jongleure und vieles mehr bis zur Galavorstellung erlebten die Kinder die Zirkusarbeit aktiv als Beteiligte.

Auch das fachmännische Grillen von Stockbrot gehörte zum Programm.

Im Jahr 2005 feierte die Schule nun bereits ihr 40jähriges Bestehen
mit einem großen Schulfest.
Zahlreiche Aktionen und Stände sorgten für Unterhaltung und Abwechslung.

links hinten die alte Turnhalle

Zu einer in Teilen neuen Schule gehört auch eine zeitgemäße Turnhalle.
So wurde die alte, baufällig gewordene Turnhalle abgerissen, und im Sommer des Jahres 2006 konnte auf dem Gelände des Sportplatzes eine neue große
Turnhalle in Betrieb genommen werden, in der auch zwei Klassen gleichzeitig Unterricht haben können.

Die neue Zweifeldturnhalle

Mit dem Abriss der alten Turnhalle tat sich zwangsläufig das nächste Projekt auf, was in Angriff genommen werden musste: Die Neugestaltung des Schulhofes.
Alte marode Spielgeräte mussten erneuert und das freie Gelände nach dem Abriss der alten Halle mit sinnvollen Spielmöglichkeiten gefüllt werden.
Seit dem Jahr 2007 beschäftigte man sich deshalb mit der Neuplanung eines naturnahen Pausenhofes, der den Kindern vielfältige Spiel-, aber auch Erholungsmöglichkeiten bieten sollte.