Sonderpädagogische Förderung im Rahmen des Regionalen Konzepts (RK) mit dem Förderzentrum Johannes - Rabeler - Schule

Das Regionale Konzept hat die gemeinsame Erziehung und Bildung aller Schülerinnen und Schüler einer Region zum Ziel. Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf erhalten wohnortnah an der zuständigen Grundschule die für ihre Entwicklung und ihr Lernen notwendige Hilfe und Förderung.

Seit Beginn des Schuljahres 2003/2004 arbeitet die Grundschule Barendorf mit der zuständigen Förderschule für Lernhilfe, der Johannes - Rabeler- Schule in Lüneburg, im Rahmen des RK zusammen. Drei Lehrkräfte, zur Zeit Frau Niklaus, Frau Lackowski und Frau Schmidt, unterstützen die Arbeit der Grundschullehrerinnen in Barendorf mit insgesamt 22 Wochenstunden.

Die Zusammenarbeit umfasst folgende Bereiche:

Prävention und Überprüfung:

Durch frühzeitige Beobachtung, Diagnostik und Förderung in den 1. Klassen kann dem Entstehen von Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten entgegengewirkt werden.
Besonders Kinder mit Sprachauffälligkeiten, Kinder mit Problemen in der sozial-emotionalen Entwicklung und Kinder mit Schwierigkeiten beim Lernen bedürfen einer frühzeitigen und erhöhten Aufmerksamkeit und Förderung.

Um geeignete Maßnahmen der Förderung auswählen zu können, zu planen und durchzuführen wird spezielle Förderdiagnostik eingesetzt.
In Zusammenarbeit mit den Klassenlehrkräften werden dann Unterstützungs- und Fördermaßnahmen mit dem Ziel entwickelt, diese Kinder auch langfristig zielgleich (d.h. nach den Kerncurricula der einzelnen Grundschulfächer) mit den anderen Kindern gemeinsam zu unterrichten.

Sonderpädagogischer Förderbedarf:

Durch die Präsenz der Förderschullehrkräfte an der Grundschule kann bei Bedarf schnell die notwendige Diagnostik durchgeführt werden.
Kinder, die nicht die Ziele ihrer Klasse in der Grundschule erreichen können und bei denen sonderpädagogischer Förderbedarf durch ein Gutachten festgestellt und anerkannt wurde, werden an der RK- Schule teildifferenziert, d.h. in einzelnen Lernbereichen, meist Lesen, Schreiben und Mathematik, nach den Curricula der Förderschule für Lernhilfe unterrichtet.
Die Grundschul- und die Förderschulpädagogin halten die geplanten Maßnahmen und notwendigen Differenzierungen in einem Förderplan fest, der in der Folge regelmäßig überprüft und angepasst wird. Auch die Eltern werden in diese Planungen und Maßnahmen miteinbezogen.
Die betroffenen Kinder verbleiben in ihrer Klasse und in ihrem vertrauten sozialen Umfeld, bekommen aber ein spezielles, auf sie zugeschnittenes Unterrichtsangebot.
Dabei ist es das Ziel, den Kindern Lernerfolge auf ihrem Niveau und in ihrer Lerngruppe zu ermöglichen.

Unterstützung und Kooperation mit schulischen und außerschulischen Partnern

Die Förderschulkolleginnen sind weiterhin tätig in der Entwicklung und Bereitstellung von differenziertem Unterrichtsmaterial, Erstellung von individuellen Lernangeboten (z.B. Wochenplänen) für einzelne Schüler/Innen sowie in der Beratung von Lehrer/Innen und Eltern.
Auch die Zusammenarbeit und Koordination mit weiteren Fachleuten wie Therapeuten, Jugendamt etc. gehört zum Aufgabenbereich im RK.

Umsetzung des RK an der GS Barendorf:

Die Grundschule Barendorf erhält im Rahmen des RIK 22 Stunden für sonderpädagogische Förderung.
Im Rahmen des RK werden an der Grundschule Barendorf im Schnitt 4 bis 8 Kinder mit anerkannt sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet.
Jährlich finden zudem ca. 3 - 5 Überprüfungen auf sonderpädagogischen Förderbedarf statt.
Außerdem ist eine zunehmende Zahl von Schüler/Innen mit sozial- emotionalen Auffälligkeiten zu verzeichnen sowie Kinder mit Teilleistungsschwächen, die im Rahmen des RK eine ihnen angemessene Förderung erhalten können.

Stundenverteilung

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf: 2 – 3 Std. wöchentlich/ Kind
Kinder mit Teilleistungsschwächen/
bzw. sozial -emotionaler Problematik: 1 – 2 Std. wöchentlich/ Kind
Prävention und Diagnostik in Klasse 1: 1 - 3Std. wöchentl./ Klasse

Hinzukommen bei Bedarf Stunden für Diagnostik, Koordination und Beratungsgespräche.

Förderschwerpunkte:

Organisationsformen: